Medienpädagogisches Projekt

In fast allen unseren Projekten spielte die Medienpädagogik stets eine Rolle. Nun wollten wir ein ganzes Jahr damit verbringen, herauszufinden, wie Medien gemacht werden. Wir selbst wollten Medien herstellen und wollten uns dabei der Vielfalt der Medien stellen.
Im Laufe des Jahres

  • stellten wir eine eigene Zeitung her,
  • fotografierten wir und machten daraus eine Bilder-Show
  • nahmen wir das Bilderbuch von der kleinen Raupe Nimmersatt genau unter die Lupe und machten daraus eine Ton-Dia-Show
  • unterstützten die Eltern dieses Projekt mit dem Vorhaben: Eltern lesen in der Kindertagesstätte vor
  • drehten wir zwei Filme (einen davon in Zusammenarbeit mit der Medienwerkstatt Hankensbüttel)

Quasselstrippe - die Kinderzeitung
Quasselstrippe, das war der Name, den sich die Kinder für ihre Zeitung ausgedacht hatten. Darin waren viele lustige Geschichten, Nachrichten, Lieder und Bilder von Kindern und vieles mehr.
Einige Kinder erzählten etwas darüber, was sie gerne im Kindergarten machten, andere wiederum berichteten vom Urlaub oder von einem Besuch bei Oma und Opa. Es gab Geschichten von Haustieren und viele lustige erfundene Geschichten.
Dazu malten die Kinder Bilder und alles zusammen ergab zum Schluss die Zeitung, die dann natürlich für alle Kinder kopiert wurde.

Die kleine Raupe Nimmersatt
Das Buch der kleinen Raupe Nimmersatt beschäftigte uns für einige Wochen. Nach dem Lesen des Buches, das uns besonders gut gefiel, gestalteten sich alle Kinder selbst dieses Buch in unterschiedlichen Techniken. Da wurde gestempelt und gedruckt, geklebt und gemalt, und schließlich waren alle Kinder stolze Besitzer eines eigenen Buches.
Aber wir wollten mehr. Die Raupe und die Früchte des Buches wurden gestaltet und in unserem Garten wurden dann die einzelnen Seiten des Buches nachgestellt und fotografiert. Daraus entstand dann eine Dia-Show. Diese wurde schließlich vertont.

Die Filme
In Zusammenarbeit mit der Medienwerkstatt Hankensbüttel entstanden im Laufe des Kindergartenjahres zwei Filme.
Die Kinder waren dabei Ideengeber, Regisseure, Kameraleute, Aufnahmeleiter, Schauspieler, Nachrichtensprecher usw.
Zum Schluss wurde dann der Film auch noch eigenhändig von den Kindern am Computer geschnitten. Das war die größte Herausforderung.

Die Idee der Kinder: Es sollte ein Magazin entstehen mit einer Sportschau, mit Nachrichten, mit Musik, Gesang und Tanz und mit einem Bericht über den Kindergarten.
Dabei stellten sich die Kinder die größten Herausforderung selbst. Dazu ein Beispiel:
Eine der Nachrichten lautete: Die Queen Mary legt im Sprakensehler Dorfteich an. Sprakensehl ist ein kleiner Ort mit einem kleinen Dorfteich, auf dem ein paar Enten schwimmen. Für die Nachrichten brauchten wir aber ein Bild von der Queen Mary im Dorfteich. Unsere Spielzeugschiffe sahen leider der Queen Mary überhaupt nicht ähnlich. Diese konnten wir also nicht zu Wasser lassen. Doch dann entstand eine Idee in unseren Köpfen. Wir machten gemeinsam einen Spaziergang zum Dorfteich und fotografierten diesen aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Internet wurden wir dann fündig, als wir auf der Suche nach einem Bild von der Queen Mary waren. Nun galt es, diese beiden Bilder so zu bearbeiten, dass letztendlich die Queen Mary nach Sprakensehl kam. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Die Aufnahmen für unseren Film nahmen viele Monate in Anspruch. Immer wieder gab es neue Ideen und neue Anforderungen. Aber im Frühjahr waren dann die Aufnahmen fertig und wir trafen uns regelmäßig in der Medienwerkstatt, um den Film zu schneiden. Dabei mussten wir uns zunächst einmal mit der Technik auseinandersetzen. Aber die Kinder hatten den Bogen schnell raus und am Ende des Kindergartenjahres waren die Filme fertig.
Zum Abschluss gab es ein großes Sommerfest mit der Vorstellung der Filme.